Bezahlbares Wohnen

Veröffentlicht am 11.03.2021 in Ortsverein

Bezahlbares Wohnen

 

 

 

Sehr geehrter Herr BM Zimmermann

Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für Mitbürger*innen mit kleinem Geldbeutel ist seit geraumer Zeit in der öffentlichen Diskussion, war z.B. eines „unserer Themen“ bei den Kommunalwahlen 2019 und wurde, nach meiner Erinnerung, auch schon im Gaildorfer Gemeinderat erörtert.

 

Am 12.02. war ich mit Nik Sakellariou bei Fr. Zott und ihren Kolleginnen im KuR-Laden in Gaildorf, wo wir 100 FFP2 Masken übergeben haben. Bei der Gelegenheit hat uns Fr. Zott wieder auf die schwierige finanzielle und soziale Situation von ihr betreuten Menschen hingewiesen und die Lage am Wohnungsmarkt. Entweder fehlt ein Angebot an bezahlbaren Wohnungen, oder die Leute müssen notgedrungen überteuerte Preise bezahlen. Hinzu kommt, dass während und auch nach der Coronapandemie sozial Schwache noch weiter ins Hintertreffen geraten, konkret die Haushaltseinkommen zB durch weggefallene Jobs noch geringer sind.

 

Nun ist es nicht so, dass in Gaildorf nicht gebaut wird oder wurde. Mehrfach ist aus Berichten über den Technischen Ausschuss von der Genehmigung von Mehrfamilienhäusern zu lesen.

Da ist ja eigentlich erfreulich. Aber dieses Angebot kommt offenbar bei Mietinteressenten*innen der unteren Einkommensskala nicht an. Sozialer Wohnungsbau findet nicht statt.

 

Klar dürfte deshalb sein, dass auch unsere Stadt das Mieten von Wohnungen nicht ausschließlich dem freien Spiel des Marktes überlassen darf. Die Stadt hat eine soziale Pflicht, wenn schon Vermieter und Eigentümer dieses Gebot unserer Verfassung (Eigentum verpflichtet) nicht mehr so ernst nehmen.

 

Deshalb möchte ich Sie bitten, ja auffordern, mit dem Gemeinderat zu überlegen, ob die Stadt selbst aktiv wird,

  • durch Gründung einer eigenen Wohnbaugesellschaft, die entsprechenden Wohnraum erstellt und vermietet

  • Oder indem die Stadt selbst stärker als Mieter auftritt

  • Oder indem sie besondere Zuschüsse und Garantien für Vermieter gibt, um die Bereitschaft zu fördern, Wohnraum für Bedürftige bereit zu stellen

  • Oder sie stellt Baugrund im Erbbaurecht zur Verfügung mit entsprechenden Bauauflagen

 

Es sind verschiedene Wege und Strategien möglich, um das Ziel, bezahlbaren Wohnraum für Bedürftige zu schaffen, zu erreichen. Andere Städte tun dabei schon Einiges. Es ist nicht nötig, „das Rad neu zu erfinden“. Viel wichtiger ist es, diese wichtige und soziale Aufgabe endlich anzugehen.

 

Ich wäre froh und dankbar, wenn Sie „bezahlbares Wohnen“ auf die Tagesordnung des Gemeinderates nehmen und wünsche Ihnen mit dem Gemeinderat weiterhin ein „gutes Händchen“ für ihre Arbeit zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger*innen.

 

 

Freundliche Grüße

 
 

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